Dekorationsbild: Kursleiterin mit Teilnehmern, Gebäude einer Volkshochschule
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Im vergangenen Semester haben wir uns Büchern über das Alter und Älterwerden gewidmet. Nun wollen wir auf das Leben von jungen Menschen schauen. Wir lesen Geschichten über Aufbrüche, erste Male, die Suche nach dem eigenen Weg und über die Angst vor dem, was kommt. Dabei tauchen wir in verschiedene Jahrzehnte, Leben und Beziehungen ein und entdecken vielleicht, was es heißt, jung zu sein. Jedes unserer Treffen widmet sich einem der Bücher, das bis zum Termin gelesen sein sollte. In gemütlicher Runde tauschen wir uns dann über unsere Eindrücke und Gedanken aus. Dabei geht es nicht in erster Linie um Literaturkritik, sondern um ganz persönliche Meinungen. Durch das Gespräch erhalten die Teilnehmer/-innen oftmals einen neuen Blick auf das Gelesene und können die Geschichten mitunter besser einordnen. Manchmal geht es auch kontrovers zu, aber jedes Treffen ist eine Bereicherung. Über das Gelesene gelangen wir im Gespräch auch immer wieder bei tagesaktuellen Themen und persönlichen Geschichten. Tauchen Sie mit uns ein.

Wir lesen die folgenden Bücher in der aufgelisteten Reihenfolge:
- Bov Bjerg "Auerhaus", ISBN 978-3-7466-3238-4
- Felix Lobrecht "Sonne und Beton", ISBN 978-3-548-29058-4
- Sophia Fritz "Steine schmeißen", ISBN 978-3-9856800-7-8
- Ewald Arenz "Der große Sommer", ISBN 978-3-8321-8153-6
- Benedict Wells "Hard Land", ISBN 978-3-257 07148-1

freie Plätze Zauber von Musik und Dichtung Seniorenakademie der Stadt Kerpen

(Horrem, ab Do., 17.02.2022, 15.00 Uhr )

Donnerstag, 17.02.2022, 15:00 Uhr
SCHÖPFUNG - Wunder des Lebens
"Jüngst schuf Dein Schöpferisches Werde! / Den Donner, durch den Paukenschall; / Und Himmel - Sonne - Mond - und Erde, / Die Schöpfung ganz - zum zweiten Mal." So preist Gabriela von Baumberg das große Werk Joseph Haydns, "den Gott der Harmonie". Mit seinem Chorwerk gelingt ihm ein Meisterwerk, das sich über 220 Jahre ununterbrochener Beliebtheit erfreut - ganz im Sinne Haydns: "Ich möchte etwas schreiben, wodurch mein Name in der Welt Bestand haben wird." Gelungen sind ihm imposante Tonbilder aus der Genesis, dem "Schöpfungspsalm" und John Miltons "Paradise Lost". Singen macht glücklich, stärkt das Immunsystem, ist in der Coronapandemie aber auch gefährlich. Der Auftakt des Neuen Jahres - als Symbol des Lebens und dem Dennoch trotz Corona ist hier jedoch ungefährlich.

Donnerstag, 03.03.2022, 15:00 Uhr
THEODOR FONTANE - Beobachter des Lebens
(200. Geburtstag: 30.12.1819 Neuruppin - 20.09.1898 Berlin)
Der Erzähler, Balladendichter, Apotheker und Vater unehelicher Kinder liebt seine Frau, das Historische und die Anekdote. Werk und Briefe spiegeln sein reiches Leben. Ihm widerstreben ewige Wahrheiten, er ängstigt sich nicht vor Widersprüchen, sondern revidiert manche seiner Aussagen. Ihn interessiert vor allem das Leben und das menschliche Herz, das sich in keine Schablone zwängen lässt. Seine Devise lautet: "Lerne zu denken mit dem Herzen, lerne zu fühlen mit dem Geist." Zudem sei es töricht, "Autoritäten im Glanze unfehlbarer Götter zu sehen"; denn er weiß: "Ohne ein gewisses Quantum an Mumpitz geht es nicht..."

Donnerstag, 31.03.2022, 15:00 Uhr
FRÜHLING - Anmut des Werdens
Jean Paul jubelt: "Das Leben ist schön, und die Jugend ist noch schöner, aber der Frühling ist am allerschönsten." Die Malerei stellt den Frühling stets als mit Myrthen umkränztes junges Mädchen dar, das die Hände voller Blumen hat. Den kalten, todesähnlichen Winter überwindet der Lenz mit Harfen- und Flötentönen. Das Blühen der Blumen und der Gesang der Vögel gleichen einer Auferstehung. Auch die Menschen werden davon erfasst, so dass Goethe im Osterspaziergang notieren kann: "Denn sie sind selber auferstanden."

Donnerstag, 28.04.2022, 15:00 Uhr
JUGEND - Frühling des Lebens
August Graf von Platen schreibt: "Glückliche Jugend! Es wird in der Seele des zärtlichen Schwärmers jedes Gefühl Sehnsucht, jeder Gedanke Gefühl." Die Jugend kennzeichnet Mut, Tatendrang und Abenteuerlust. Goethe bezeichnet sie als "Trunkenheit ohne Wein". Stets regt sich der Wunsch nach ewiger Jugend. Geheimnis des Jungbrunnens für das Jungbleiben sind Lebenskunst und Geisteshaltung. Theodor Storm meint: "Wenn es für unser Leben etwas Ewiges geben soll, so sind es die Erschütterungen, die wir in der Jugend empfangen."

Donnerstag, 19.05.2022, 15:00 Uhr
MUSEN - Schutzgöttinnen der Künste und der Inspiration
Mnemosyne = Gedächtnis ist die Mutter der Musen. Ihren Namen trägt ein Fluss der Unterwelt, dessen Wasser im Gegensatz zur Lethe nicht Vergessen, sondern Erinnerung erzeugt.
Die neun Musen sind im Matriarchat Mondpriesterinnen und tanzen für die weiße Göttin. Der Musenkuss inspiriert die Dichter, aber auch die Musik ist Domäne der Musen; denn Musik
ist wörtlich "die Kunst der Musen" und das Museum, das die Werke der bildenden Kunst ausstellt, ist dem ursprünglichen Wortsinn nach ein Heiligtum der Musen. Auch für die Wissenschaften, die für die Griechen von der Kunst nicht so weit entfernt sind wie für uns, sind sie zuständig. Schon die frühesten Dichtungen der Griechen beginnen oft mit einer Anrufung der zuständigen Muse, so wie in Homers Odyssee: "Nenne mir, Muse, den Mann..."

Donnerstag, 09.06.2022, 15:00 Uhr
FEUER - Kraft des Himmels
Bei vielen Völkern gilt das Feuer als heilig, reinigend und erneuernd. Oft steht es in Verbindung mit Sonne, Licht und Farben. Im Gegensatz zum aus der Erde gelangenden Wasser, gilt Feuer als vom Himmel kommend. Seine Erzeugung durch Reibung wird mit der Sexualität verbunden. Herdfeuer gilt als heilig und Zeichen göttlicher Gegenwart. Es wehrt böse Geister ab und darf bei den Germanen nie ausgehen. Es ist nach Schiller immer beides: Leben und Tod; Rettung und Zerstörung: "Wohltätig ist des Feuers Macht, wenn sie der Mensch bezähmt, bewacht, / Und was er bildet, was er schafft, / Das dankt er dieser Himmelskraft..."
»Ich weiß, wie wenig selbstverständlich es ist, dass das Gespräch zwischen den Generationen am Lebensende glückt.«.

Was wissen wir wirklich über das Leben unserer Eltern, der Kriegskinder? Wann ist der richtige Zeitpunkt, zum Archäologen des eigenen Lebens zu werden und die Eltern zu befragen? Jürgen Wiebicke folgt den Berichten seiner Eltern, die konfrontiert mit dem Tod von einer radikalen Offenheit getrieben sind und ihre Erlebnisse nicht mehr für sich behalten wollen. »Man hat den Tod eines Menschen mit dem Brand einer Bibliothek verglichen. Bestimmte Geschichten können anschließend nicht mehr erzählt werden. In dieser Hinsicht ist der Tod ein einziger Skandal, ein großer Vernichter.« Als sich für die Mutter von Jürgen Wiebicke das Lebensende abzeichnete, wollte er es besser machen als beim Tod des Vaters. Mit beiden führte er - in dieser Intensität zum ersten Mal - Gespräche über deren Leben und Erfahrungen, damit die Erlebnisse der Generation, die Krieg und Nationalsozialismus als Jugendliche miterlebt hat, nicht mit dem Tod verschwinden. Doch nur bei der Mutter schrieb er mit. Alles aufzuschreiben scheint besonders wichtig, weil die Geschichtsleugner und Hassbereiter wieder aus den Löchern kriechen, während die letzte Generation der Zeitzeugen abtritt. Liegt das auch daran, dass Zyklen von Krieg und Frieden mit verblassender Erinnerung zusammenhängen? Jürgen Wiebicke erzählt exemplarisch von einer Generation, die den Krieg mit voller Wucht abbekam, und zieht die Parallelen zur heutigen Zeit. Und er schreibt über das Sterben und den Tod in der heutigen Gesellschaft, für die der Umgang mit dem Thema Endlichkeit immer problematischer wird.
(Quelle: Kiepenheuer & Witsch)

Zum Autor Jürgen Wiebicke
Jürgen Wiebicke lebt als freier Journalist in Köln. Seit 14 Jahren moderiert er jede Woche "Das philosophische Radio" auf WDR 5. Sein Buch "Dürfen wir so bleiben, wie wir sind? Gegen die Perfektionierung des Menschen - eine philosophische Intervention" erschien 2013 bei Kiepenheuer & Witsch. 2016 erschien - ebenfalls bei Kiepenheuer & Witsch - "Zu Fuß durch ein nervöses Land - auf der Suche nach dem, was uns zusammenhält", 2017 "Zehn Regeln für Demokratie-Retter" und soeben "Sieben Heringe. Meine Mutter, das Schweigen der Kriegskinder und das Sprechen vor dem Sterben". Jürgen Wiebicke gehört zur Programmleitung der phil. Cologne, des Internationalen Festivals der Philosophie.


Kartenvorverkauf:
14,00 EURO Abendkasse k. E.
12,00 EURO Vorverkauf k. E.


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Die Vorlesewerkstatt richtet sich an Vorlesepatinnen und Vorlesepaten, Eltern und Großeltern, pädagogische Fachkräfte, Betreuer/-innen in der Seniorenarbeit und alle, die versiert vorlesen möchten.
Vorlesen bedeutet nicht nur einfach einen Text vorzutragen, sondern auch eine Geschichte zu inszenieren, mit Körper und Stimme, mit Gestik und Mimik. Erst im Kopf des Vorlesers und dann in den Köpfen des Publikums werden Bilder erzeugt sowie Figuren zum Leben erweckt. Darum geht es in der Vorlesewerkstatt von Bühnenhörspieler und Rezitator Wolfgang Rosen.
Praxisorientiert erhalten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer in diesem Workshop das Rüstzeug und die Handlungskompetenz für das Vorlesen von Geschichten. Sie werden befähigt, Texte entsprechend der Vorlesesituation aufzubereiten und am Ende lebendig und spannend vorzulesen und zu präsentieren.

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