Dekorationsbild: Kursleiterin mit Teilnehmern, Gebäude einer Volkshochschule
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Kaum ein Begriff wurde in den letzten Monaten und Jahren stärker bemüht, um politische Ziele, Ideologien und Vorstellungen zum Ausdruck zu bringen. In Zeiten, in denen Millionen Menschen auf der Flucht sind, zahlreiche Obdachlose auf unseren Straßen leben und ganze Dörfer aussterben, stellt sich die Frage, was Heimat genau ist. Ein Zuhause? Familie? Frieden?
In diesem Lesekreis wollen wir dem Begriff "Heimat" auf die Spur kommen. Wir wollen nachvollziehen, wie sich dieses abstrakte Konstrukt definiert und natürlich auch über unsere Vorstellung sprechen. Bei jedem Treffen reden wir über eines der Bücher, die bis dahin gelesen wurden. Wichtig ist vor allem der Meinungsaustausch; eine literarische Vorbildung ist nicht nötig.

Folgende Bücher werden bei den Treffen besprochen:
- Mariana Leky
"Was man von hier aus sehen kann" ISBN 978-3-8321-6457-7
- Sasha Mariana Salzmann
"Außer sich", ISBN 978-3-518-46926-2
- Kristin Höller
"Schöner als überall", ISBN 978-3-518-46995-8
- Alina Herbing
"Niemand ist bei den Kälbern", ISBN 978-3-7160-4008-9
- Sasa Stanisic
"Herkunft", ISBN 978-3-630-87473-9

freie Plätze Zauber von Musik und Dichtung Seniorenakademie der Stadt Kerpen

(Horrem, ab Do., 13.02.2020, 15.00 Uhr )

Donnerstag, 13. Februar 2020, 15:00 - 16:30 Uhr
TAGE - Perlen des Jahres
Phil Bosmans sieht Leben als Einbahnstraße an. Man kann weder zurückfahren noch die Zeit umdrehen, um sich die schönsten Tage zurückzuholen. Oft findet sich das Zitat: "Heute ist der erste Tag vom Rest deines Lebens!" Diese Gedanken stammen vom römischen Dichter Horaz: "Carpe diem - Nutze den Tag". Er empfiehlt, die knappe Lebenszeit heute zu nutzen und nicht auf den nächsten Tag zu vertrauen. Diese Mahnung steht oft auch auf Sonnenuhren. Die Kunst des Lebens ist: "Beginne jeden Tag, als wäre es der erste und beschließe jeden Tag, als wäre er der letzte." So stellt der Dichter Gottfried Keller in seinem Gedicht "Die Zeit" fest: "Es blitzt ein Tropfen Morgentau,/Im Strahl des Sonnenlichts;/Ein Tag kann eine Perle sein und ein Jahrhundert nichts."

Donnerstag, 5. März 2020, 15:00 - 16:30 Uhr
THEODOR FONTANE - Beobachter des Lebens
Der Erzähler, Pillendreher, Vater unehelicher Kinder, Balladendichter Theodor Fontane liebt seine Frau, das Historische und die Anekdote. Werk und Briefe spiegeln sein reiches Leben. Ihm widerstreben ewige Wahrheiten, er ängstigt sich nicht vor Widersprüchen, sondern revidiert manche seiner Aussagen. Ihn interessiert vor allem das Leben und das menschliche Herz, das sich in keine Schablone zwängen lässt. Seine Devise lautet: "Lerne zu denken mit dem Herzen, lerne zu fühlen mit dem Geist." Zudem sei es töricht, Autoritäten im Glanze unfehlbarer Götter zu sehen"; denn er weiß: "Ohne ein gewisses Quantum an Mumpitz geht es nicht."

Donnerstag, 26. März 2020, 15:00 - 16:30 Uhr
ERDE - Mutter der Menschen
Menschen haben stets ihre Beziehung zur Erde als Mutter-Kind-Verhältnis in voller Bandbreite empfunden. Nach Kuprijanow ist "jeder einzelne Mensch eine Deutung der Erde." Die Erde als gebende Mutter, als nährender und bergender Daseinsgrund, aus dem der Mensch und alles Leben um ihn hierum geboren wird und fortleben kann. Neben ihren liebenswerten Aspekten kann sie aber auch zerstörend sein und droht den Menschen zu vernichten. Auch die Erdenschwere in ihm selbst kann ihm zum Verhängnis werden.

Donnerstag, 23. April 2020, 15:00 - 16:30 Uhr
JUGEND - Frühling des Lebens
August Graf von Platen schreibt: "Glückliche Jugend! Es wird in der Seele des zärtlichen Schwärmers jedes Gefühl Sehnsucht, jeder Gedanke Gefühl." Die Jugend kennzeichnet Mut, Tatendrang und Abenteuerlust. Goethe bezeichnet sie als "Trunkenheit ohne Wein". Stets regt sich der Wunsch nach ewiger Jugend. Geheimnis des Jungbrunnens für das Jungbleiben sind Lebenskunst und Geisteshaltung. Theodor Storm meint: "Wenn es für unser etwas Ewiges geben soll, so sind es die Erschütterungen, die wir in der Jugend empfangen."

Donnerstag, 14. Mai 2020, 15:00 - 16:30 Uhr
FEUER - Kraft des Himmels
Bei vielen Völkern gilt das Feuer als heilig, reinigend und erneuernd. Oft steht es in Verbindung mit Sonne, Licht und Farben. Im Gegensatz zum aus der Erde gelangenden Wasser, gilt Feuer als vom Himmel kommend. Seine Erzeugung durch Reibung wird mit der Sexualität verbunden. Herdfeuer gilt als heilig und Zeichen göttlicher Gegenwart. Es wehrt böse Geister ab und darf bei den Germanen nie ausgehen. Es ist nach Schiller immer beides: Leben und Tod; Rettung und Zerstörung: "Wohltätig ist des Feuers Macht, wenn sie der Mensch bezähmt, bewacht,/Und was er bildet, was er schafft,/Das dankt er dieser Himmelskraft..."

Donnerstag, 18.06.20, 15:00 - 16:30 Uhr
MUSEN - Helferinnen des Gedächtnisses
Die neun Musen sind im Matriarchat Mondpriesterinnen und tanzen für die weiße Göttin. Der Musenkuss inspiriert die Dichter, aber die Musik ist Domäne der Musen; denn Musik ist wörtlich "die Kunst der Musen" und das Museum, das die Werke der bildenden Kunst ausstellt, ist dem ursprünglichen Wortsinn nach ein Heiligtum der Musen. Auch für die Wissenschaften, die für die Griechen von der Kunst nicht so weit entfernt sind wie für uns, sind sie zuständig. Schon die frühesten Dichtungen der Griechen beginnen oft mit einer Anrufung der zuständigen Muse so wie in Homers Odyssee: "Nenne mir, Muse, den Mann..."
Zum Buch:
Als Sabine Schubert nach dem Tod des Großvaters ihrer Großmutter Maria hilft, das Haus aufzuräumen, kommen unter dem großen, schweren Teppich im Wohnzimmer alte Geldscheine zum Vorschein. Im Keller finden die Frauen Gold und begreifen, dass der Großvater vor langer Zeit ein Vermögen versteckt haben muss. Nur warum? Maria beschleicht eine Ahnung und sie gerät völlig außer sich. Sabine wird klar, dass in der Familiengeschichte erschreckende Lücken aufklaffen. Hat der Großvater in der angesehenen Metallgussfirma wirklich nur Spielzeug hergestellt? Auch die Großmutter scheint aus ihrer Zeit als berühmtes Fotomodell einiges zu verschweigen. Damals, Ende der 1930er Jahre, hieß sie Mary Mer und lernte den jüdischen Fotografen Noah kennen, den sie bis zum heutigen Tag nicht vergessen hat...
Ein Roman über eine große Liebe und ein lebendiges Stück deutscher Zeitgeschichte

Zur Autorin:
Annette Wieners wurde in Paderborn geboren und schreibt bereits Geschichten, seit sie einen Stift halten kann. Nach dem Studium der Publizistik, Germanistik und Ethnologie in Münster arbeitete sie als Journalistin bei Fernseh- und Radiosendern in München und Hannover. In den 1990ern zog sie nach Köln, wo sie auch heute lebt, schreibt und im WDR zu hören ist.
(Quelle: Blanvalet Verlag)

Abendkasse 12,00 Euro (k. E.)

Kartenvorverkauf:
Buchhandlung WortReich
Hauptstraße 196
50169 Kerpen-Horrem
Tel.: 02273 9904022

Soziokulturelles Zentrum
Mittelstraße 23 - 31
50169 Kerpen-Horrem
Tel.: 02273 8011

VHS Bergheim
Bethlehemer Str. 25
50126 Bergheim
Tel.: 02271 4760-0
Die Vorlesewerkstatt richtet sich an Vorlesepatinnen und Vorlesepaten, Eltern und Großeltern, pädagogische Fachkräfte, Betreuer/-innen in der Seniorenarbeit und alle, die versiert vorlesen möchten.
Vorlesen bedeutet nicht nur einfach einen Text vorzutragen, sondern auch eine Geschichte zu inszenieren, mit Körper und Stimme, mit Gestik und Mimik. Erst im Kopf des Vorlesers und dann in den Köpfen des Publikums werden Bilder erzeugt sowie Figuren zum Leben erweckt. Darum geht es in der Vorlesewerkstatt von Bühnenhörspieler und Rezitator Wolfgang Rosen.
Praxisorientiert erhalten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer in diesem Workshop das Rüstzeug und die Handlungskompetenz für das Vorlesen von Geschichten. Sie werden befähigt, Texte entsprechend der Vorlesesituation aufzubereiten und am Ende lebendig und spannend vorzulesen und zu präsentieren.

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Kontakt

Volkshochschule Bergheim

Bethlehemer Straße 25

50126 Bergheim

Tel.: 02271 4760-0
Fax: 02271 4760-25

E-Mail: info@vhs-bergheim.de

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Montags bis donnerstags:

09:00 bis 12:30 Uhr, 14:00 bis 16:30 Uhr

Freitags: 09:00 bis 13:00 Uhr

Mittwochs und freitags finden keine Beratungen durch die Pädagogen/-innen statt.

 

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