Dekorationsbild: Kursleiterin mit Teilnehmern, Gebäude einer Volkshochschule
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freie Plätze Zauber von Musik und Dichtung Seniorenakademie der Stadt Kerpen

(Horrem, ab Do., 17.02.2022, 15.00 Uhr )

Donnerstag, 17.02.2022, 15:00 Uhr
SCHÖPFUNG - Wunder des Lebens
"Jüngst schuf Dein Schöpferisches Werde! / Den Donner, durch den Paukenschall; / Und Himmel - Sonne - Mond - und Erde, / Die Schöpfung ganz - zum zweiten Mal." So preist Gabriela von Baumberg das große Werk Joseph Haydns, "den Gott der Harmonie". Mit seinem Chorwerk gelingt ihm ein Meisterwerk, das sich über 220 Jahre ununterbrochener Beliebtheit erfreut - ganz im Sinne Haydns: "Ich möchte etwas schreiben, wodurch mein Name in der Welt Bestand haben wird." Gelungen sind ihm imposante Tonbilder aus der Genesis, dem "Schöpfungspsalm" und John Miltons "Paradise Lost". Singen macht glücklich, stärkt das Immunsystem, ist in der Coronapandemie aber auch gefährlich. Der Auftakt des Neuen Jahres - als Symbol des Lebens und dem Dennoch trotz Corona ist hier jedoch ungefährlich.

Donnerstag, 03.03.2022, 15:00 Uhr
THEODOR FONTANE - Beobachter des Lebens
(200. Geburtstag: 30.12.1819 Neuruppin - 20.09.1898 Berlin)
Der Erzähler, Balladendichter, Apotheker und Vater unehelicher Kinder liebt seine Frau, das Historische und die Anekdote. Werk und Briefe spiegeln sein reiches Leben. Ihm widerstreben ewige Wahrheiten, er ängstigt sich nicht vor Widersprüchen, sondern revidiert manche seiner Aussagen. Ihn interessiert vor allem das Leben und das menschliche Herz, das sich in keine Schablone zwängen lässt. Seine Devise lautet: "Lerne zu denken mit dem Herzen, lerne zu fühlen mit dem Geist." Zudem sei es töricht, "Autoritäten im Glanze unfehlbarer Götter zu sehen"; denn er weiß: "Ohne ein gewisses Quantum an Mumpitz geht es nicht..."

Donnerstag, 31.03.2022, 15:00 Uhr
FRÜHLING - Anmut des Werdens
Jean Paul jubelt: "Das Leben ist schön, und die Jugend ist noch schöner, aber der Frühling ist am allerschönsten." Die Malerei stellt den Frühling stets als mit Myrthen umkränztes junges Mädchen dar, das die Hände voller Blumen hat. Den kalten, todesähnlichen Winter überwindet der Lenz mit Harfen- und Flötentönen. Das Blühen der Blumen und der Gesang der Vögel gleichen einer Auferstehung. Auch die Menschen werden davon erfasst, so dass Goethe im Osterspaziergang notieren kann: "Denn sie sind selber auferstanden."

Donnerstag, 28.04.2022, 15:00 Uhr
JUGEND - Frühling des Lebens
August Graf von Platen schreibt: "Glückliche Jugend! Es wird in der Seele des zärtlichen Schwärmers jedes Gefühl Sehnsucht, jeder Gedanke Gefühl." Die Jugend kennzeichnet Mut, Tatendrang und Abenteuerlust. Goethe bezeichnet sie als "Trunkenheit ohne Wein". Stets regt sich der Wunsch nach ewiger Jugend. Geheimnis des Jungbrunnens für das Jungbleiben sind Lebenskunst und Geisteshaltung. Theodor Storm meint: "Wenn es für unser Leben etwas Ewiges geben soll, so sind es die Erschütterungen, die wir in der Jugend empfangen."

Donnerstag, 19.05.2022, 15:00 Uhr
MUSEN - Schutzgöttinnen der Künste und der Inspiration
Mnemosyne = Gedächtnis ist die Mutter der Musen. Ihren Namen trägt ein Fluss der Unterwelt, dessen Wasser im Gegensatz zur Lethe nicht Vergessen, sondern Erinnerung erzeugt.
Die neun Musen sind im Matriarchat Mondpriesterinnen und tanzen für die weiße Göttin. Der Musenkuss inspiriert die Dichter, aber auch die Musik ist Domäne der Musen; denn Musik
ist wörtlich "die Kunst der Musen" und das Museum, das die Werke der bildenden Kunst ausstellt, ist dem ursprünglichen Wortsinn nach ein Heiligtum der Musen. Auch für die Wissenschaften, die für die Griechen von der Kunst nicht so weit entfernt sind wie für uns, sind sie zuständig. Schon die frühesten Dichtungen der Griechen beginnen oft mit einer Anrufung der zuständigen Muse, so wie in Homers Odyssee: "Nenne mir, Muse, den Mann..."

Donnerstag, 09.06.2022, 15:00 Uhr
FEUER - Kraft des Himmels
Bei vielen Völkern gilt das Feuer als heilig, reinigend und erneuernd. Oft steht es in Verbindung mit Sonne, Licht und Farben. Im Gegensatz zum aus der Erde gelangenden Wasser, gilt Feuer als vom Himmel kommend. Seine Erzeugung durch Reibung wird mit der Sexualität verbunden. Herdfeuer gilt als heilig und Zeichen göttlicher Gegenwart. Es wehrt böse Geister ab und darf bei den Germanen nie ausgehen. Es ist nach Schiller immer beides: Leben und Tod; Rettung und Zerstörung: "Wohltätig ist des Feuers Macht, wenn sie der Mensch bezähmt, bewacht, / Und was er bildet, was er schafft, / Das dankt er dieser Himmelskraft..."
Wir lesen, hören und diskutieren interessante Texte über Frankreich und die frankophone Welt. Grammatikkenntnisse werden bei Bedarf aufgefrischt.

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