Dekorationsbild: Kursleiterin mit Teilnehmern, Gebäude einer Volkshochschule
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Eine der längsten Bindungen unseres Lebens ist die zu unseren Geschwistern. Mitunter ist es auch eine der kompliziertesten Beziehungen. Man teilt Erfahrungen, Träume und Ängste. Geschwister sind aus dem selben Eisen geschmiedet, aber trotzdem unterschiedlich.

Dieser Lesekreis beschäftigt sich mit Geschichten von Brüdern und Schwestern. Es sind mal warmherzige, mal lustige und mal bitterböse Geschichten. Jedes Buch steht für die verschiedenen Möglichkeiten der Geschwisterbeziehung. Vor den einzelnen Treffen lesen wir das jeweilige Buch, um uns dann über Leseeindrücke auszutauschen. In gemütlicher Runde sprechen wir über das Gelesene, diskutieren vielleicht auch kontrovers und erlangen so auch neue Einblicke in die Romane.

Folgende Bücher werden gelesen und besprochen:

Dorothy Baker "Zwei Schwestern", ISBN 978-3-423-14559-6
Eleanor Brown "Die Shakespeare Schwestern", ISBN 978-3-458-36000-1
Antonia Baum "Ich wuchs auf einem Schrottplatz auf, wo ich lernte, mich von Radkappen und Stoßstangen zu ernähren" ISBN 978-3-518-46772-5
Amy Bloom "Wir Glücklichen" ISBN 978-3-442-71430-8
Marie-Aude Murail "Simpel" ISBN 978-3-596-80649-2
Reisen Sie mit uns zu den Abgründen des menschlichen Verstandes. Was muss passieren, damit ein Mensch "verrückt" wird? Was heißt eigentlich "normal"? Wo fängt der Wahnsinn an?
All diesen Fragen wollen wir mit den unterschiedlichen Büchern auf den Grund gehen. Wir schauen durch fremde Augen auf diese Welt, in der man manchmal nur verrückt werden kann. Die einzelnen Geschichten sind mal spannend, mal ergreifend und mitunter sogar lustig.
Vor jedem Treffen lesen wir eines der Bücher, um uns dann in gemütlicher Runde über die Leseeindrücke auszutauschen. Manchmal diskutieren wir vielleicht auch kontrovers und erlangen so auch neue Einblicke in die Romane.
Folgende Titel werden gelesen und besprochen (in dieser Reihenfolge):
Gerard Donovan "Winter in Maine", ISBN 978-3-442-74224-0
Thomas Raab "Still - Chroniken eines Mörders", ISBN 978-3-426-30511-9
Kanae Minato "Geständnisse", ISBN 978-3-570-10290-9
John Wray "Retter der Welt", ISBN 978-3-499-25432-1
Matt Ruff "Ich und die anderen", ISBN 978-3-423-20890-1

freie Plätze Zauber von Musik und Dichtung Seniorenakademie der Stadt Kerpen

(Horrem, ab Do., 22.02.2018, 15.00 Uhr )

Donnerstag, 22. Februar 2018, 15:00 Uhr
DAS JAHR: Raum der Zeit
Erich Kästner: Die 13 Monate - Fanny Hensel: Das Jahr
"Die Zeit geht mit der Zeit: Sie fliegt. / Kaum schrieb man sechs Gedichte, / Ist schon ein halbes Jahr herum / und fühlt sich als Geschichte." Erich Kästner lässt im Zyklus "Die dreizehn Monate mit Witz und Poesie" die Natur lebendig werden und macht den ewigen Kreislauf der Jahreszeiten sichtbar. Felix Mendelssohn Bartholdys verkannte Schwester Fanny Hensel ergänzt Kästner musikalisch mit ihrem Zyklus "Das Jahr". Die Atmosphäre der Villa Medici in Rom, wo sie als bewunderter Mittelpunkt im Kreis junger Künstler während ihrer Italienreise agiert, inspiriert sie zu diesem Werk, das sie als klingendes Tagebuch verfasst.

Donnerstag, 15. März, 15:00 Uhr
WEGE: Linien des Lebens
Weg wurzelt im litauischen "veze" = Wagengeleise. Daher kommen die Worte bewegen und wägen. Das althochdeutsche "Sinnan" = Sinn meint Weg oder Reise. Auf etwas sinnen oder den Sinn erfragen heißt: Sich nach etwas auf den Weg machen und unterwegs sein. Weg als Metapher des Lebens deutet menschliches Dasein und umgreift alles, was uns bewegt. Nur wer sich auf den Weg macht, in Bewegung gerät, eine Richtung zum Ziel einschlägt, erkennt den Sinn-Zusammenhang und wagt vor allem sich selbst. Konfuzius lehrt: "Der Weg ist das Ziel... Der Mensch hat dreierlei Wege klug zu handeln: Durch Nachdenken, das ist der edelste. Durch Nachahmen, das ist der leichteste. Durch Erfahrung, das ist der bitterste." Und Christian Morgenstern weiß: "Wer vom Ziel nichts weiß, kann den Weg nicht haben."

Donnerstag, 12. April, 15:00 Uhr
FRÜHLING: Anmut des Werdens
Jean Paul jubelt: "Das Leben ist schön, und die Jugend ist noch schöner, aber der Frühling ist am allerschönsten." Die Malerei stellt den Frühling stets als mit Myrthen umkränztes junges Mädchen dar, das die Hände voller Blumen hat. Den kalten, todesähnlichen Winter überwindet der Lenz mit Harfen- und Flötentönen. Das Blühen der Blumen und der Gesang der Vögel gleichen einer Auferstehung. Auch die Menschen werden davon erfasst, so dass Goethe im "Osterspaziergang" seines "Fausts" schreiben kann: "Denn sie sind selber auferstanden."

Donnerstag, 26. April, 15:00 Uhr
BEGEGNUNGEN: Sternstunden des Lebens
Saint-Exupérys Lieblingsgedanke ist, dass der Mensch ein Werden sei. Vor allem durch Begegnungen kommt er zu sich selber. Zeit seines Lebens hat Joseph von Eichendorff großes "Begegnungsglück". Er lernt viele bedeutende Menschen seiner Zeit kennen, die ihn prägen. Simone Weil weist auf die zufällige Begegnung von Menschen hin, deren wechselseitige Anziehungskraft ihr Leben verändert, und wenn auch noch die Liebe mitspielt, oft große Kunst entsteht: "Alles, was einen Wert besitzt, ist das Ergebnis eines Zusammentreffens."

Donnerstag, 3. Mai, 15:00 Uhr
LIEBE: Macht des Himmels
Das Hohelied Salomonis schildert in orientalischer Farbenpracht das Glückserlebnis, das Liebende einander spenden: "Du bist schön, meine Freundin!" Stets finden wir immer wieder zur Erkenntnis Platons, dass Liebe die Antwort der Seele auf Schönheit sei. Sternstunden der Liebe verdanken wir bedeutende Werke in der Kunst: Goethe wird zum "West-Östlichen Divan" inspiriert, als Marianne von Willemer in sein Leben tritt. Die Begegnung Eduard Mörikes mit dem "Mädchen aus der Fremde" lässt die "Peregrina-Gedichte" entstehen. Ohne Mathilde Wesendonck hätte Richard Wagner "Tristan und Isolde" nicht schreiben können.

Donnerstag, 07. Juni, 15:00 Uhr
HOCHZEIT: Fest der Liebe
Die Hochzeit wurzelt in Schöpfungsmythen der Völker, vor allem der Heiligen Hochzeit, deren Brauch die grundlegende Beziehung zwischen weiblichen und männlichen Energien symbolisiert und bis zur Göttlichen Hochzeit am Ende der Bibel reicht. Sören Kierkegaard erkennt: "Die Ehe ist und bleibt die wichtigste Entdeckungsreise, die der Mensch unternehmen kann." Albert Einstein meint zwar: "Die Ehe ist bestimmt von einem phantasielosen Schwein erfunden worden." Doch Goethe hält sie für den "Anfang und den Gipfel aller Kultur." Winston Churchill bekennt, seine größte Leistung sei es, seine Frau zu überreden, ihn zu heiraten. Lessing gesteht, dass er ohne seine Lebensgefährtin nicht der geworden wäre, der er ist.

Donnerstag, 28. Juni, 15:00 Uhr
FRIEDRICH HÖLDERLIN: Dichter der Dichter
Der evangelische Theologe und Dichter gilt als eine singuläre Gestalt unter den Dichtern und Philosophen. Es beginnt groß mit ihm: Seine Freunde im Tübinger Stift sind Schelling und Hegel, mit denen er das Zimmer und die Begeisterung für Ideale der Französischen Revolution teilt. Dichtung ist für Hölderlin Anfang und Ende der Philosophie und gibt dem Dichter in "Andenken" erst den ihm zustehenden Wert: "Was bleibet aber, stiften die Dichter." So geht er diesen einsamen exzentrischen Pfad bis zum Ende: Konsequent, kompromisslos und verkannt. Doch Nietzsche verehrt ihn als Dichter zu einer Zeit, als andere ihn vergessen hatten.

freie Plätze Schreibwerkstatt Wer schreibt, der bleibt....

(VHS-Haus, BM, ab Di., 20.02.2018, 18.00 Uhr )

... in Erinnerung, mal rätselhaft, amüsant kriminalistisch, fröhlich, mal traurig, erfinderisch, futuristisch, dichterisch und, und, und... Viele Ideen und Situationen lohnen sich, festgehalten zu werden. Wer seine Gedanken zu Papier bringen möchte, ist in diesem Kurs herzlich willkommen - ohne Vorkenntnisse, aber mit viel Freude!
Die Vorlesewerkstatt richtet sich an Vorlesepatinnen und Vorlesepaten, Eltern und Großeltern, pädagogische Fachkräfte, Betreuer/-innen in der Seniorenarbeit und alle, die versiert vorlesen möchten.
Vorlesen bedeutet nicht nur einfach einen Text vorzutragen, sondern auch eine Geschichte zu inszenieren, mit Körper und Stimme, mit Gestik und Mimik. Erst im Kopf des Vorlesers und dann in den Köpfen des Publikums werden Bilder erzeugt sowie Figuren zum Leben erweckt. Darum geht es in der Vorlesewerkstatt von Bühnenhörspieler und Rezitator Wolfgang Rosen.
Praxisorientiert erhalten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer in diesem Workshop das Rüstzeug und die Handlungskompetenz für das Vorlesen von Geschichten. Sie werden befähigt, Texte entsprechend der Vorlesesituation aufzubereiten und am Ende lebendig und spannend vorzulesen und zu präsentieren.
Oskar ist ein Rabe aus Metall, der in einem Baumarkt darauf wartet, verkauft zu werden. Er ist, was niemand wissen kann, höchst lebendig, aber aufgrund der Tatsache, dass er fest auf einer Vogelfutterstation angebracht ist, nicht in der Lage, sich zu bewegen. Als Oskar schon fast nicht mehr damit rechnet, jemals verkauft zu werden, schlägt das Schicksal zu. Er wird mitgenommen, in einem Garten aufgestellt und betrachtet interessiert sein neues Zuhause. Kurze Zeit später wird die Futterstation von einem Blitz getroffen. Oskar wird hierdurch befreit und ist ab diesem Moment in der Lage, am allgemeinen Leben in diesem Garten teilzunehmen. Sehr schnell entwickelt der Rabe sich zu einem Anführer der Tiere. Auch wenn er selbst kein Wesen aus Fleisch und Blut ist, nehmen die Bewohner gerne seinen Rat und seine Tat an. Als eine Maus von zwei Elstern entführt wird, die auf der Suche nach einem verlorenen Schmuckstück sind, sieht Oskar seine große Stunde als gekommen. Zusammen mit der Spinne Kassandra und dem Ohrenkneifer Ben macht er sich auf den Weg. Und es gelingt ihm, alles zu einem guten Ende zu führen.

"Oskar und das verschwundene Armband" ist als Kinder- und Jugendbuch gedacht, aber auch für Erwachsene geeignet, die sich ein Stück weit ihre Kindlichkeit bewahrt haben. Der Autor hat die Kriminalfälle um den Raben Oskar als Reihe konzipiert. Vier weitere Abenteuer wurden bereits von ihm abgefasst, sind aber noch nicht veröffentlicht.
"Schöne Grüße von deinem Vater aus Iran!" Der erste Kontakt mit seinem ihm fremden iranischen Vater, der sich nach 20 Jahren plötzlich meldet, ist nur von kurzer Dauer. Viele Jahre lang wird Mathias Kopetzki, aufgewachsen in einer deutschen Adoptivfamilie, dessen Annäherungsversuchen aus dem Weg gehen, obwohl er spürt, dass es für ihn notwendig ist, sich mit seiner Herkunft zu befassen. Erst als er die Lebensgeschichte seines Vaters erfährt, wagt Kopetzki es, ihn in Teheran zu besuchen. Was er entdeckt, ist ein den westlichen Medien eher verborgenes Land - modern und lebendig, rätselhaft und verstörend, Paradies und Hölle zugleich. Seine vielfältigen und zum Teil widersprüchlichen Eindrücke hat Mathias Kopetzki niedergeschrieben. In seinem Buch, aus dem der Berliner Schauspieler an diesem Abend liest, räumt er mit Vorurteilen über den Iran auf und ermöglicht damit einen ganz neuen und unverstellten Blick auf ein faszinierendes Land. (Quelle: www.randomhouse.de/Autor/Mathias_Kopetzki/p393706.rhd)
Veranstaltungsort: Soziokulturelles Zentrum, Mittelstr. 23 - 31, 50169 Kerpen-Horrem
Abendkasse: 12,00 Euro k. E.
Vorverkauf: 9,00 Euro k. E.
Im Preis sind Getränke (Wasser und Wein) inbegriffen.
Das Thema Abschied begleitet uns ein Leben lang. Für Christine Westermann war es wie für viele Menschen von klein auf angstbesetzt. Erst jetzt, in einem Alter, in dem das Abschiednehmen zu einer häufig geübten Praxis wird, gelingt ihr ein offener, zugewandter Blick darauf. Mit unnachahmlichem Charme und Witz erzählt sie, wie es dazu gekommen ist.
"Zur letzten Sendung komme ich nicht", sagte Christine Westermann scherzhaft schon Jahre, bevor an ein Ende der von ihr und Götz Alsmann moderierten preisgekrönten Fernsehsendung "Zimmer frei" auch nur zu denken war. So tief saß ihre Angst vor drohenden Abschieden, dass sie sich nur mit Humor oder totaler Verdrängung zu helfen wusste. Der Humor ist geblieben, aber Christine Westermanns Umgang mit dem Thema Abschied hat sich tiefgehend gewandelt. In ihrem Buch erzählt sie von großen und kleinen Verlusten. Wie schwer wiegt der Abschied von einem Freund, von dem man sicher war, dass er einen überleben würde? Wie leicht kann es sein, eine Stadt, einen Wohnort hinter sich zu lassen, um neu zu beginnen? Wie schwer ist es, an sich selbst zu bemerken, dass Schönheit und Attraktivität verblassen?
Natürlich ist die Furcht vor Verlust noch immer dabei, sie wird jedoch gepaart mit neuem Mut, Veränderung anzunehmen. Anekdotenreich, ernst und selbstironisch zugleich erzählt Christine Westermann von Erfahrungen und Situationen, die ihre Wahrnehmung geschult und sie auf einen neuen Weg gebracht haben.
Abendkasse: 15,00 Euro k. E.
Vorverkauf: 12,00 Euro k. E.

Kartenvorverkauf:
Buchhandlung WortReich
Tel. 02273 9904022

VHS Bergheim,
Tel. 02271 4760-0

Soziokulturelles Zentrum Horrem,
02273 8011

Im Preis sind Getränke (Wasser und Wein) inbegriffen.

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Volkshochschule Bergheim

Bethlehemer Straße 25

50126 Bergheim

Tel.: 02271 4760-0
Fax: 02271 4760-25

E-Mail: info@vhs-bergheim.de

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Montags bis donnerstags:

09:00 bis 12:30 Uhr, 14:00 bis 16:30 Uhr

Freitags: 09:00 bis 13:00 Uhr

Mittwochs finden keine Beratungen durch die Pädagogen/-innen statt.

 

 

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