Dekorationsbild: Kursleiterin mit Teilnehmern, Gebäude einer Volkshochschule

Aktuelles Programm der Kabarettgruppe ZUGABE: "Kultur-Banausen"

VHS-Leiterin Dr. Ute Bermann-Klein sprach mit Detlev Klausmann, Begründer und Mitglied der Kabarettgruppe „Zugabe“


Ute Bermann-Klein: Wir freuen uns, dass Ihr auf vielfachen Wunsch  am 20. Januar 2018 noch einmal mit Eurem 6. Bühnenprogramm „Kultur-Banausen“ im Soziokulturellen Zentrum Horrem zu Gast sein werdet. Wie immer wurden alle Episoden und Sketche von Euch selbst von Euch selbst geschrieben. Wie muss man sich denn nun den Entstehungsprozess für ein solch abendfüllendes Programm vorstellen?


Detlev Klausmann: Wir halten es da mit Hanns-Dieter Hüsch, der für uns ein heimliches Vorbild ist. Hüsch hat einmal gesagt: „Kabarett ist hinschauen – aufschreiben – wiedererzählen.“ Was wir auf der Bühne umsetzen, ist keine Erfindung und entspringt nicht unserer Fantasie. Wir schauen einfach genau hin und beobachten, was auf der Straße passiert. Das heißt, wir schreiben nichts als die Wahrheit, gewürzt mit einer Prise Boshaftigkeit und Humor. Frei nach Luther könnte man sagen, wir schauen den Leuten aufs Maul. Ich glaube, dies ist einer der Gründe für unseren Erfolg.
Am Anfang steht normalerweise die Idee, die für eine gewisse Zeit reifen muss. Dann setzen wir uns zusammen und alle Ideen werden sozusagen in einen Topf geworfen und ausgearbeitet. Wichtig ist es nur, zuletzt den roten Faden zu finden. Der Titel des Bühnenprogramms soll ja zu den Episoden passen.


Ute Bermann-Klein: Du sagst „normalerweise stehen am Anfang die Ideen“. Lief Eure Schaffensphase denn dieses Mal anders ab?


Detlev Klausmann: Ja, das stimmt. Wir wollten etwas unter dem Oberbegriff „Kultur“ machen. Das heißt, wir hatten den roten Faden und mussten um diesen herum die Geschichten basteln. Das war ungleich schwieriger. Zwischendurch überkamen uns dann auch Zweifel, ob dies alles beim Publikum so ankommt, wie wir es wünschen. Aber mittlerweile sind wir beruhigt. Wir haben eine öffentliche Probe hinter uns gebracht und gemerkt: Alle Themen, auch die schwierigen, nachdenklichen, kommen richtig gut an. Und dieser Eindruck hat sich dann auf der Premiere bei Euch im Soziokulturellen Zentrum und bei allen weiteren Aufführungen bestätigt.

 
Ute Bermann-Klein: Für alle, die Euer Programm noch nicht gesehen haben: Was versteht Ihr denn nun unter „Kultur-Banausen“? Welchen Themen habt Ihr Euch besonders angenommen?


Detlev Klausmann: Nun, da gibt es zum Beispiel die Urlaubskultur: Wie verbringt der Deutsche, der Engländer, der Franzose seinen Urlaub? Dann untersuchen wir unter der Überschrift „Sprachkultur“ unsere kölsche Sprache. In den sozialen Medien haben wir die „Strunzkultur“ entdeckt. Wir haben auch zwei „wirklich böse“ Themen im Gepäck: die Hochkultur – hier gehen wir am Beispiel der Kölner Oper der Frage nach, wieviel Millionen Euro in Kultur im wahrsten Sinne des Wortes „verballert“ werden. Und unter dem Oberbegriff „Stadtkultur“ betrachten wir die Zukunft unserer Kreisstadt Bergheim. Schließlich betrachten wir die Kunst aus der Perspektive des Kunstkenners und des Kunst-Banausen. Ich denke, es ist für jeden etwas dabei.


Ute Bermann-Klein: Vielen Dank für das Gespräch und weiterhin viel Erfolg!

 

 

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