Dekorationsbild: Kursleiterin mit Teilnehmern, Gebäude einer Volkshochschule

Semestereröffnung mit Rückblick in die Vergangenheit und Ausblick in die Zukunft

Die Direktorin der VHS Bergheim, Dr. Ute Bermann-Klein, im Gespräch mit dem Moderator Detlev Klausmann

Am 19. Februar 2016 eröffnete die Volkshochschule Bergheim im Soziokulturellen Zentrum in Kerpen-Horrem mit einem großen Fest das erste Semester des Jahres. Thematische Schwerpunkte der Veranstaltung waren ein Rückblick auf die 40-jährige Geschichte der Volkshochschule Bergheim, Einblicke in die Gegenwart und Ausblicke in die Zukunft der größten und wichtigsten Weiterbildungseinrichtung der Region.

 

Nach einem Grußwort der Vorsitzenden der Zweckverbandsversammlung, Elisabeth Hülsewig, gab die Direktorin der Volkshochschule Bergheim, Frau Dr. Ute Bermann-Klein, dem Moderator Detlev Klausmann ein ausführliches Interview. Darin ließ sie die 40-jährige Geschichte der Volkshochschule Bergheim Revue passieren, gab Hintergrundinformationen und Auskünfte zu den Aufgaben und zur Organisation der Volkshochschularbeit. Dabei hob sie hervor, dass die VHS Bergheim ihre Verpflichtung, jährlich 8 000 Unterrichtsstunden zu geben, bei Weitem übertrifft: Aktuell werden mit dem dafür vorhandenen Personalstamm in den vier Trägerkommunen jährlich insgesamt 23 500 Unterrichtsstunden gegeben. In jedem Jahr besuchen nach Belegungen gerechnet 11 000 bis 13 000 Bürger und Bürgerinnen die Kurse der VHS Bergheim. Durchgeführt wird der Unterricht in jedem Semester von 170 bis 200 Honorardozentinnen und -dozenten.

 

Gegenwärtig liege der Schwerpunkt des Programms der VHS Bergheim ebenso wie der aller anderen Volkshochschulen der Bundesrepublik eindeutig im Bereich der Integrations- bzw. Deutschkurse. Frau Dr. Bermann-Klein machte deutlich, dass mit den derzeit laufenden insgesamt 15 Integrationskursen mit 52 Modulen für die Volkshochschule Bergheim die absolute Obergrenze erreicht sei, sämtliche Ressourcen seien erschöpft. Dies gelte nicht nur für das hauptamtliche Personal, sondern auch für die in diesem Bereich tätigen Dozenten/-innen, zumal diese Tätigkeit höchste fachliche und methodische Anforderungen an die Lehrkräfte stelle.

 

Frau Dr. Bermann-Klein kennzeichnete das moderne VHS-Angebot als Spiegel der Gesellschaft. Für die Zukunft sieht sie neue Aufgaben auf die Volkshochschulen zukommen; als Beispiele nannte sie Herausforderungen wie den demografischen Wandel – die Zahl der Senioren, eine wichtige Zielgruppe der Volkshochschulen – wächst stetig. Aber auch Aufgaben im Zusammenhang mit der Integration von Zuwanderern und heutigen Flüchtlingen in unsere Gesellschaft und in unseren Arbeitsmarkt werden die Volkshochschulen möglicherweise über die reine Sprachvermittlung hinaus übernehmen müssen.

 

Obwohl die zunehmende Digitalisierung auch die Angebote für Lernende erheblich erweitert und verändert, ist Frau Dr. Bermann-Klein für die Zukunft der Volkshochschulen optimistisch, da sie davon überzeugt ist, dass das stufenweise Lernen in der Gruppe mit einem Lehrer aus Fleisch und Blut nachhaltiger ist. In diesem Zusammenhang betonte sie die große Bedeutung sozialer Kontakte, die das Lernen erleichtern.

 

Illustriert wurden diese Aussagen durch eine Bilderschau, die Fotos aus der Vergangenheit und Gegenwart der Volkshochschule Bergheim zeigten.

Die musikalische Begleitung des Abends übernahm der Pianist Christoph Eisenburger, der für seine Darbietungen viel verdienten Beifall erhielt.

 

Auch praktische Beispiele erfolgreicher Volkshochschularbeit fehlten nicht, denn zwischendurch sorgte die VHS-Theatergruppe unter der Leitung von Michael Wibbe mit Loriots Sketch „Der Kosakenzipfel“ für amüsante Unterhaltung. Zum Abschluss führten Teilnehmer/-innen der Gebärdensprachkurse des Dozenten Rob Davis vor, wie man Texte bekannter Popsongs in Gebärdensprache ausdrückt. Dabei erhielt das Publikum eine erste Übungsstunde und wusste am Ende zumindest, wie man in Gebärdensprache applaudiert.

 

Der informative und unterhaltsame Abend fand bei den zahlreichen Gästen wie auch bei der Presse ein sehr positives Echo.

Link zum Artikel der WerbePost

Link zum Artikel der Kölnischen Rundschau

Gebärdensprachgruppe Rob Davis, Pianist Christopf Eisenburger, Theatergruppe Michael Wibbe

Kontakt

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Bethlehemer Straße 25

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Tel.: 02271 4760-0
Fax: 02271 4760-25

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